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Auf dieser Seite der Homepage finden sich Texte, in denen Aspekte der Konzeption von Mathe 2000+ genauer erläutert werden (Grundsatzpapiere), und Texte, die sich kritisch mit Entwicklungen in Schule und Unterricht auseinandersetzen, soweit diese auch den Mathematikunterricht betreffen (Positionspapiere).

Lehrerinnen und Lehrer sollen dadurch angeregt werden, bildungspolitische Entscheidungen nicht einfach hinzunehmen, sondern zu hinterfragen und an intelligenten Praxisalternativen mitzuarbeiten.

Grundsatzpapiere

Positionspapiere

  • Laurant Lafforgue: Die Wissenschaftler und die Schule

  • In diesem Artikel wird für eine Schule Partei ergriffen, in der die Kinder durch einen fachlich gut aufgebauten Unterricht sicheres Wissen erwerben, vor allem in den Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen. Der Autor übt vor diesem Hintergrund  radikale Kritik an aktuellen, von Wissenschaftlern forcierten Entwicklungen in Frankreich, die auch bei uns zu beobachten sind: an einer falsch verstandenen „Kindorientierung“, einer falsch verstandenen „Kompetenzorientierung“ und an den Bildungswissenschaften.
    Laurant Lafforgue (*1966) ist einer der besten Köpfe der französischen Mathematik. 2002 wurde er von der Internationalen Mathematischen Union mit der Fields-Medaille ausgezeichnet. Diese Medaille wird nur alle vier Jahre an zwei bis vier jüngere Mathematiker für wissenschaftliche Spitzenleistungen verliehen und gilt als eine Art Nobelpreis für Mathematik.

  • Wittmann, E.Ch.: VerA & Co.: Qualitätsabsenkung durch „Qualitätssicherung“
    Mathematische Fähigkeiten erwirbt man, indem man sich in zusammenhängende Bereiche einarbeitet. Wenn man bei einer Prüfung Aufgaben aus einem vertrauten Bereich lösen muss, ist man nicht überrascht. Man wurde ja darauf vorbereitet. Bei VerA Mathematik hingegen sind unter Verletzung des Vertrauensschutzes in einer Stunde 12 – 15 Aufgaben zu lösen, eine Aufgabe also in durchschnittlich 4 bis 5 Minuten. Allein das Lesen und Verstehen der Aufgabentexte erfordert Zeit, sodass nur oberflächliche Aufgaben gestellt werden können, die eine Karikatur von Mathematik darstellen. Trotzdem fallen diese bunt zusammengewürfelten und ungewohnten Aufgaben vielen Schülerinnen und Schülern schwer. Der Zweck heiligt die Mittel nicht: Die Qualität des Mathematikunterrichts wird durch solche Tests nämlich nicht gesteigert, sondern gesenkt. Im Public Management ist dieses Phänomen als „Test-Paradoxon“ wohlbekannt. Für die Qualitätssicherung entscheidend ist ein fachlich überlegtes Curriculum, das vom Kindergarten aufwärts ruhiges Lernen ohne Brüche ermöglicht.
    Im Artikel wird diese Kritik weiter ausgeführt.
  • Wittmann, E.Ch.: Von allen guten Geistern verlassen. Fehlentwicklungen des Bildungssystems am Beispiel Mathematik.
    In diesem Artikel werden sechs Hindernisse aufgezeigt, die einem fachlich aufbauenden Mathematikunterricht vom Kindergarten bis zum Abitur entgegen stehen.